Riesterrente - Eine staatlich geförderte Form der zusätzlichen Alterversicherung


Riesterrente - Rente, Riester: ratsam, richtig, rechtzeitig ...

Lebensstandard absichern, Altersarmut vermeiden, Alterssicherung durch Vorsorge mit staatlicher Förderung betreiben



Die Riesterrente ist eine gezielte sozialpolitische Maßnahme des Gesetzgebers, um den bedenklichen Auswirkungen der demographischen Entwicklungstendenzen entgegenzuwirken, die, so befürchten viele Experten, vermehrt die gesetzlich garantierten Rentenversicherungsleistungen zu minimieren drohen. Das Anwachsen der durchschnittlichen Lebenserwartung ist zwar begrüßenswert, stellt aber auch eine zunehmende Belastung der Rentenkassen dar, die quasi eine Umlagestruktur (im Rahmen der Sozialversicherungsbeiträge) ohne weit reichende Deckung durch angesparte Rücklagen darstellen. Die Sicherung oder zumindest Flankierung eines Alterseinkommens und damit einer finanziellen Alterssicherung ist dem Staat ein Subventionsversprechen auf die Versicherungsprämien der Riesterrente wert.

Zum einen sollte mit der Erhöhung der Rentengrenze (Regelaltersgrenze / Erlebensfall) hier regulierend entgegengewirkt werden, und zum anderen steht dieser defensiven Maßnahme das staatliche Angebot zur freiwilligen Zusatzversicherung (Riester Rente) als aktive Förderung zur Sicherung der Altersvorsorge (Altersversorgung) zur Auswahl.

Auch der globalisierungsbedingte Anstieg der Arbeitslosenquoten (Einzahler), sinkende Tarifabschlüsse (Bemessungsgrundlage) sowie temporäre Inflationstendenzen können die Substanz der gesetzlichen Rente (vielleicht demnächst auch der Pensionen) gefährden, sind also Kriterien, die eine zusätzliche, ergänzende Privatversicherung zur Absicherung des Alterseinkommens für viele ratsam erscheinen lassen würde.

Jedenfalls ist eine zusätzliche, vom Staat subventionierte Altersvorsorge in der Regel eine erwägenswerte Investition. Diese vom späteren Nutznießer (Bezieher einer Privatrente / private Rente) mittels Beiträgen zu finanzierende Riester-Rente wird zwar bezuschusst, aber trotzdem bei Versicherungen außerhalb der staatlichen Deutschen Rentenversicherung abgeschlossen und unterliegt strengen gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Das "Riestern" des Versicherungsnehmers hat nicht nur den Vorteil, dass es vom Staat durch eine Altersvorsorgezulage finanziell gefördert wird (Zulagen). Außerdem gibt der Staat auch eine Bestandsgarantie für die Einlagen und Zinsen (Einlagensicherung) und regelt eine risikoarme Anlagestrategie der bezogenen Versicherungen.

Der Kreis der Förderungsberechtigten ist jedoch eingeschränkt, und auch sonst gilt es, die gesetzlichen Rahmenbedingungen vor Vertragsabschluss einer Riesterrente zu beachten. Eine Riesterrente wird bei einem privaten Unternehmen der Versicherungswirtschaft abgeschlossen.


Sämtliche Informationen entsprechen einem Kenntnisstand von ca. Mitte 2008 und sind ohne Gewähr.


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