Unfallversicherung - akzidentielle Unliebsamkeiten oder warum ein Unfall ohne Versicherungsschutz Lebensläufe unschön beeinflussen kann


Ein Unfall ist schlimm, seine Folgen manchmal oft noch viel schlimmer

Eine Unfallversicherung kann Folgen finanziell mindern helfen



Neben der gesetzlichen Unfallversicherung, die auf verschiedenen Geltungsebenen eine Pflichtversicherung darstellt, kann die private Unfall-Versicherung schutzwürdige wirtschaftliche Bereiche abdecken, die die finanziellen Folgen von Unfällen, sofern versicherungsvertraglich nicht anders vereinbart, weltweit und jederzeit reguliert.

Rein statistisch geschieht in Deutschland fast alle 4 Sekunden ein Unfall, nämlich ca. 20 000 innerhalb von 48 Stunden. Dabei sind zu über 30 % Kinder beteiligt. Knapp zwei Drittel aller Unfälle ereignen sich in der Freizeit und sind folglich durch die gesetzliche Unfallversicherung nicht abgedeckt, die nur für den Arbeitsbereich und für die Anfahrt gilt.

Die wichtigste Komponente einer Unfallversicherung bildet in der Regel die Leistung bei Invalidität oder längerfristiger körperlicher / geistiger Beeinträchtigung. Hier ist ein Vielfaches des Jahreseinkommen des Versicherten als Versicherungsleistung nicht unüblich. Der Grad der physischen / psychischen Schädigung(en) (s. auch Gliedertaxe) sind hier maßgeblich für die gewährte Höhe / Invaliditätssumme. Bezieher können über den Versicherungsnehmer hinaus auch seine Familienangehörigen bzw. die vertraglich Begünstigten sein.

Dabei sind Unfallversicherungen zum Teil ganz verschiedenen Ausformungen verpflichtet.

Der Zahlmodus bzw. Leistungseintritt von Unfallversicherungen können sich wie folgt diversifizieren:

• Einmalzahlung oder kontinuierliche Prämienzahlungen

• mit Kapitalleistung (Einmalzahlung) und/oder als Rentenleistung.

Häufig kann optional der Leistungskatalog vertraglich erweitert oder modifiziert werden, zum Beispiel:

• Progressionsanpassung bei gesteigerten Invaliditätsgraden

• kundenfreundlichere, d. h. angehobene Bemessungswerte in der Gliedertaxe sowie

• Beitragsrückerstattung.

Zusatzleistungen können möglich sein:

• (Unfall-) Todesfallschutz

Krankenhaustagegeld

• kosmetische (plastisch-chirurgische) Operationen / Eingriffe

• Bergungskosten sowie Evakuierungskosten

Kurkostenbeihilfe

• sofortiger Leistungseintritt bei schwerwiegenden Verletzungen

• Leistungen bei Knochenbruch und/oder

• Leistung (auch Ökoleistung) zur finanziellen Stützung bei unfallbedingtem Bedarf zur Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Der regelhafte Versicherungsfall in der Unfallversicherung ist der Unfall. Wesentliches Kriterium zur Feststellung eines Unfalls ist das Faktum einer von außen schnell bzw. unausweichlich, unwillentlich und unabwendbar auf den Körper einer Person einwirkenden Kraft (physische Krafteinwirkung), die eine Schadenswirkung verursacht. Nicht selten werden deshalb alkoholbedingte Unfälle mit merklichen Leistungseinschränkungen durch den Versicherer im Regulierungsfall negativ sanktioniert, da die Reaktions- und Handlungsfähigkeit bei der Gefahrenerkennung, -abwehr sowie -minimierung hier wesentlich eingeschränkt zu sein scheinen.


Sämtliche Informationen entsprechen einem Kenntnisstand von ca. Mitte 2008 und sind ohne Gewähr.


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